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Leistungsdiagnostik

Mit einer Leistungsdiagnostik kann das individuelle Leistungsvermögen ermittelt werden. Die Ergebnisse der Leistungsdiagnostik geben Ansatzpunkte für ein zielorientiertes Training wie Verbesserung der Grundlagenausdauer, Verbesserung von Zielzeiten, sinnvolle Gestaltung eines Trainingsprogrammes.


Spiroergometrie

Der Begriff "Spiroergometrie" bezeichnet im weitesten Sinne eine Analyse der Atemluft unter einer definierten Belastung. Dabei werden Kenngrößen wie der Sauerstoffanteil (VO2), der Kohlendioxydanteil (VCO2), das Atemminutenvolumen (AMV), sowie die Atemfrequenz (AF) gemessen. Weiterhin bilden der respiratorische Quotient (RQ) und die höchste maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) wichtige Parameter in der klassischen Auswertung der Spiroergometrie. Bei dieser Form der Leistungsdiagnostik wird über eine Atemmaske die Atemluft des Sportlers analysiert und mit einem Sensorsystem auf ihre Gasanteile hin überprüft.

Ein wichtiges Ergebnis der Spiroergometrie ist die "indirekte Kalorimetrie", die exakte Aussagen über die Effizienz der Energieverwertung gibt: In welchem Bereich werden wie viele Fette und wie viele Kohlenhydrate verstoffwechselt.

Ein weiterer äußerst wichtiger Aspekt der Spiroergometrie ist, daß mit ihr exakte Aussagen über die Leistungsfähigkeit des Körpers gemacht werden können, da die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) ermittelt wird. Diese VO2max repräsentiert nämlich das maximale Transportvermögen von Sauerstoff aus der Atemluft und deren Verwertung in der Arbeitsmuskulatur. Daran sind beteiligt:

1. die Sauerstoffzufuhr (Lunge),
2. den Sauerstofftransport (Herz-Kreislauf-System) sowie
3. die Sauerstoffverwertung (Muskelzelle)

Entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Körpers ist also, wie viel Sauerstoff im Muskel-stoffwechsel für die aerobe Energiegewinnung zur Verfügung gestellt wird. Und dies kann nur mittels einer Spiroergometrie ermittelt werden.


Laktattest

Ein Laktattest wird durchgeführt um die individuelle Leistungsfähigkeit des Körpers einen Ausdauersportlers, wie z.B. eines Läufers oder Radfahrers, zu bestimmen. Mit dem Laktattest wird dabei 4mmol/l-aerob-anaerobe-Schwelle (Mader 1976) festgestellt. Der Laktattest wird auf einem Fahrrad durchgeführt, an dem die körperliche Belastung in Watt genau reguliert ist. Die Belastung wird während des Laktattests immer weiter erhöht und dabei die Konzentration von Milchsäure in der Muskulatur gemessen. Wird der Körper belastet generiert er Milchsäure, von der der Körper im aeroben Bereich der Belastung mehr verbrauchen kann als erzeugt wird. Wird nun bei dem Belastungstest die Schwelle erreicht, an der der Körper nicht mehr die gesamte von ihm selbst erzeugte Milchsäure verbrauchen kann, steigt der Milchsäureanteil im Blut stark an. Es ist die Schwelle zur anaeroben Belastung erreicht. Dieser Punkt und speziell die Pulsfrequenz an dieser Schwelle ist eine wichtige Größe bei der Planung des Ausdauertrainings. Je besser ein Sportler trainiert ist, umso später erreicht er diese anaerobe Schwelle.

In der Regel wird ein Laktattest dort durchgeführt, wo eine Spiroergometrie nicht zur Verfügung steht oder diese ergänzen soll.